Pfotenmania

Tabletten für den Prinzen?

Casimir muss Antibiotika nehmen. Jeden Tag eine 3/4 Tablette. Doch wie bekomme ich die in ihn rein?

Tag 1: Die Tablette wird gemörsert und dann in Leberwurst verpackt.
Casimirs Reaktion:  „Leberwurst – oh lecker“ – alles wird ordentlich geschleckt

Tag 2:  – wieder Leberwurst:
Casimir: „Leberwurst – naja lecker“ – es dauert etwas länger und ein kleiner Teil geht nur weg, weil ich das übers Fell schmiere.

Tag 3: Immer noch Leberwurst:
Casimir: „Leberwurst? Hatte ich schon 2 Tage? Also gut ok“ – zögerlich schlabbern (wie fängt der Mäuse, der frisst als habe er keine Zähne) und dann – Casimir: „so genug Leberwurst“ — also Leberwurst über die Pfoten verteilt.
Eine normale Katze würde sich säubern. Und Casimir:
„Leberwurst au den Pfoten? Kenne ich – Schüttele ich mal ganz locker ab“… -Ich sammele sie  aus dem Bett wieder zusammen und kriege es irgendwie hin, dass er sich putzt.

Tag 4: Leberwurst aber ein anderer Hersteller:
Casimir: “ Leberwurst? Schon wieder? Obwohl die riecht anders“ – er frisst ca. die Hälfte – der Rest ins Fell. Casimir: „Schon wieder Leberwurst im Fell, da renne ich jetzt mal mit durch die Bude und unters Bett…. “ – Puh aber ich höre, wie er sich ordentlich sauber macht.

Tag 5: Immer noch Leberwurst:
Casimir „Leber…würg – kannst Du behalten“. Ich sage: „Casimir, das musst Du fressen“ und schon wird der Kater wieder mit Leberwurst beschmiert….

Tag 6: Nah was wohl – Leberwurst:
Casimir“Leber.. ätzend. Aber ehe die mir das wieder überall hinschmiert, fresse ich das besser“ – naja nicht ganz – der Rest kommt ins Fell

Tag 7: Ich versuche mal Thunfisch:
Casimir: „Jetzt kommt die schon wieder mit dem Leberngedönse – also gut…. “ – ich halte ihm das Schälchen hin — Casimir: „Ooooh Thunfisch – LECKER“ – wir kommen ohne Fellsauereien aus

Tag 8: Thunfisch rules?
Casimir“ Thunfisch? Schon wieder? Egal, ich habe Hunger“ – ja ich habe ihm den gesamten Tag hungern lassen.

Tag 9: Tierarzt Kontrolle. Casimir bekommt das Antibiotika heute gespritzt. Und zwar von mir. Ok, die erste Dosis ging daneben, aber die 2. passte dann.

Tag 10:  Immer noch Spritze? Oder doch nicht?
Dieter hält fest, Casimir schreit wie am Spieß. Windet sich, schnappt ab. Wir versuchen es trotzdem, klappt nicht. Er windet sich, fast spritze ich mich selbst.
Nächster Versuch – ich treffe, ziehe auch zurück, obwohl der Kater wie am Spiess schreit und ehe auch dass ich getroffen habe und rein damit.
Fazit: Ein total verstörter Kater und das Zeug ist auch noch daneben.Zum Glück habe ich noch eine Tablette und mit der Leberwurst klappt das auch. Er braucht eine Stunde um wieder normal zu sein. Zu Hause ist eben nicht beim Tierarzt.
Tag 11: Ich fahre die Spritzen gegen Tabletten tauschen das tue ich ihm nicht an.Lieber fummele ich das mit Leberwurst in ihn rein. Oder Eigelb wäre noch ne Idee. Das liebt er. Ich lasse mir am Besten direkt die 3fache Menge Tabletten geben, da kann ich in Ruhe testen. 😉

Tag 11 am Abend:

Tag 11 am Abend: Ich habe genug Tabletten, dass ich auch was ausprobieren kann. Versuch 1. Eigelb. Casimir liebt Eigelb. Clevererweise probiere ich es erst mal ohne Tablette. Casimir, der heute im Arbeitszimmer liegt, zeigt mir nen Vogel. „Eigelb?“ – „Ja aber das magst Du doch sonst immer“ – sage ich. „Ja gebraten als Spiegelei. Und überhaupt war das Eiweiss“…. ich überlege ob ich ihm morgen wohl ein Ei braten soll?

Egal. Ich tapse wieder runter. Hole Katzenmilch. Diesmal vermische ich die Tablette. Er trinkt jeden Nachmittag Katzenmilch. Jeden. Er liebt die. Heute nicht. Schmeckt nach Antibiotika.

Ok, für heute also wieder Leberwurst. Ich versuche die Menge so klein wie möglich zu halten. Casimir schlecht etwas dran. Und dann leckt er sein Bein…. „Kein Problem Casimir, wenn Du das lieber mit Fell hättest“ sage ich und schmiers ihm dieses Mal auf den Schwanz. Dann noch was auf die Pfote. Schüttelt er galant ab. Ich sammele es auf und schmiere ihn wieder ein. Er säubert zuerst den Schanz. Fängt dann mit der Pfote an. Ich habe aber noch EIniges an den Fingern, kurzerhand nehme ich nochmal den Schwanz und die Hinterpfoten auch.

Er wirft mir einen empörten Blick zu und verschwindet hinter dem Hundekorb. „Schmier Du mich nochmal ein, wenn ich gerade sauber gemacht habe“…

Ich gehe wieder runter, dann wieder hoch, er entwischt. Unten will er raus. Alle Pfoten noch voller Leberwurst. „Casimir Du kannst doch nicht voller Leberwurst rausgehen“ – ich will ihn hoch nehmen, er entwischt auf die Terrasse. Kommt wieder rein. Geht ins Schlafzimmer und macht sich erst mal sauber.

Tag 12: Leberwurst aber eine andere Sorte

Casimir: „Leberwurst? Riecht anders? Bah schmeckt die ekelhaft“ … keine Chance. Er dreht sich um. Ich bin total sauer und motze ihn an: „Verdammt noch mal, Du musst das nehmen, sonst kommt die nächste Ohren OP.  Stelle ihm das Schälchen vor die Nase und sage „Friß“
Casimir: „Ohren OP? Nochmal? Ne da fresse ich lieber“… zögerlich leckt er dran und dann „Das ist sowas von oberekelhaft, das fresse ich auf gar keinen Fall“.  Man ahnt es schon, über Schwanz und Pfoten schmiere ich das. Ist ihm egal. Er geht leberwurstbeschmiert in meinen Schrank und pennt. Naja dann putzt er sich doch. Denke ich. Als ich eine halbe Stunde später gucken gehe, ist er zum Teil sauber. Außer dem Schwanz. Da klebt noch was dran.

Ich frage in einer Facebook Gruppe nach Tips und bekommt dort noch einige Tips. Einige werden nicht funktionieren, aber Spritze mit Flüssigkeit oder Tablettengeber, das müsste gehen.

Tag 13: Die Spritze

Ich mörsere die Tabletten, füge wegen dem Geschmack ein klein wenig Sauce vom Nassfutter hinzu und etwas Wasser. Wir ziehen das in einer Spritze auf. Ich halte Casimir fest und Dieter sucht die Lücke zwischen den beiden Zähnen, so wie das heute im Video gezeigt wurde. Aber diese Katze dort war irgendwie entspannter. Casimir wehrt sich. Dieter bleibt dran. Casimir haut ihm die Krallen in den Arm. Wir wickeln ihn in eine Decke. Der Rest wird eingeflößt, ich kriege auch noch ein kleines Casi Tatoo und damit sind wir für heute wieder fertig.

Die letzten 5 Tage machen wir es dann so. Dieter zieht die Spritze auf, weil er es schafft, weniger Flüssigkeit zu nehmen. Somit ist das ganze Ruck Zuck im Kater. Ich stelle ihm anschliessend direkt Milkinis hin, die schleckt er auf und alles ist gut.

07.06.16 – Geschafft. Es hat sich gelohnt, das Ohr sieht gut aus.