Pfotenmania

Dala, Kimo und andere Wölfe

Wir waren wieder im Wolfscenter in Dörverden. Wir hatten einen Besuch bei Dala und Kimo gebucht, den beiden Jungwölfen, die mit der Hand aufgezogen wurden. Unser Termin war am Sonntag um 11.00 Uhr, aber wir waren das ganze Wochenende dort. Ich hatte mir den Schlüssel für die Fotoklappe gemietet, aber ich habe auch durch den Zaun fotografiert.

Wir hatten zuerst Asko und Nikan dabei. Das Rudel kam sofort angeschoßen und Asko sagte ihnen sofort Bescheid, dass ihn das ja nun mal gar nicht interessiere, dass sie Wölfe seien, er sei eh der Grösste. :-). Auch Nikan interessierte sich mehr für die Kaninchen in den Gebüschen.

Da wir soviel Zeit hatten, konnten wir viel sehen. Zuerst gingen wir den 6 Wölfen, die mit der Hand aufgezogen wurden. 5 Jungs und 1 Mädel. Dort kann man jetzt aber nicht mehr hinein, denn sie sind nun älter und sie bleiben Wildtiere. Wie sehr konnten wir während der Fütterung sehen. Doch zunächst schauten wir ihnen so eine Weile zu. Erst lagen sie nur herum, ein paar der Fotos sind auch vom Sonntag Vormittag:

Dann ging es aufs Fressen zu und sie wurden aktiv. Rannten rum, balgten rum, heulten.

Und ich hatte das Glück ihn zu erwischen:

Dann kam die Fütterung und das war schon spannend wie sie da auf das Fleisch lauerten, teilweise noch kauend

Am Nachmittag gingen wir dann zu den 4 Wölfen, die von Wölfen aufgezogen wurden. Letztes Jahr war ich bei ihnen im Gehege, ein Erlebnis, was mich bis heute begleitet.

Oblomow ist 13 Jahre alt und ich war letztes Jahr schon fasziniert, weil er mich mit den Blicken verfolgte. Er ist immer noch sehr scheu. Man merkt ihm sein Alter an und er erinnerte mich manchmal vom Laufen an meine Sina in dem Alter. Aber er war immer noch Chef im Rudel, wie spätestens bei der Fütterung zu sehen war.

Antoschka ist 11 Jahre alt, die einzige Fähe hier. Sie hat im letzten Jahr deutlich gewonnen, denn sie kam mit den beiden Brüdern Mitja und Levi, beide jetzt 3, ganz nah an den Zaun. Die 4 kamen ca. eine Stunde vor dem Füttern öfters vorbei und wir konnte ihnen zusehen. Wir saßen unten an der Treppe zum Aussichtturm und konnte auf der anderen Seite Dalo und Kimo beobachten.

Die 4 Wölfe, die nicht handaufgezogen waren, guckten sehr oft da rüber.

Dann kam die Fütterung der 4 und auch hier wurde genau aufgepasst, dass man genug FLeisch abbekam.

Am nächsten Morgen kam dann endlich der Besuch bei Dala und Kimo. Unser Begleiter war der Chef vom Wolfscenter persönlich, Frank Faß. Zuerst erklärte er uns, dass die beiden in der Knabberphase sind und meine Fototasche deshalb besser nicht mit reingeht. Die Kamera natürlich schon.

Dann kamen wir rein. Herr Faß sagte uns, dass Dala etwas schüchtern sei, aber Dieter hatte mal wieder eine tolle Wirkung, denn sie kam direkt mit Kimo um ihn zu begrüssen. Auch zu mir kamen die beiden, leckten meine Hand, das war ein tolles Gefühl. Kimo guckte dann wo er was anknabbern kann und ich hatte schon etwas Mühe ihm klar zu machen, dass meine Jacke nix für ihn ist ;-). Mit 6 Monaten waren die beiden schon recht groß.

Dann begrüsste Kimo Dieter nochmal ausgiebig und die Konversation zwischen den beiden ist klasse:

Dann ging Kimo in eine Art Sandgrube und legte sich dort auf ein Nickerchen hin. Dala lief erst noch ne Weile durchs Gelände. Während Kimo döste, kraulte ich ihm die Ohren und den Kopf und er genoß es. Ich konnte sogar mit ihm rumkaspern und er legte sich auf den Rücken udn wir touchten die Pfoten – ähh Hände. So spiele ich oft mit Asko und ich konnte mich gerade noch beherrschen, ihm die Hand ins Maul zu schieben und den Fang zu umfassen.

Dann kam Dala zur Grube

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Dala legte sich dann auch hin und ich kraulte sie dann auch durch, es war einfach ein tolles Erlebnis.

Die ganze Zeit unterhielten wir uns dabei mit Herr Faß und bekamen eine Menge interessanter Informationen über das Wolfscenter, die Wölfe, die Ernährung und und und.

Ich war so fasziniert davon, Dala und Kimo zu streicheln und dabei Herrn Faß zuzuhören, dass ich fast das Fotografieren vergessen hätte.

Aber ein paar Fotos habe ich dann doch noch gemacht:

Dann war unsere Zeit leider beendet. Es war ein tolles Erlebnis, Dala und Kimo zu besuchen, das ist etwas, was man so schnell nicht nochmal erlebt.

Vielen Dank nochmal an Herrn Faß für die tolle Betreuung während des Besuches und dafür, dass ich die Fotos zeigen darf.